Saarbrücker Rechtsforum e.V.

 

 
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Am Dienstag, dem 7. März 2017 um 18.00 Uhr, wird Herr

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Rennert

Präsident des Bundesverwaltungsgerichts

im Saalbau der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 9, Saarbrücken


über das Thema

Zur Zukunft der Freien Berufe

sprechen.


Zur Person:

Geboren 1955 in Berlin, aufgewachsen im Rheinland. Studium der Rechtswissenschaft, der Geschichte und der Wissenschaftlichen Politik in Freiburg. Promotion über „Die geisteswissenschaftliche Richtung in der Staatsrechtslehre der Weimarer Republik”. 1984 Eintritt in den Justizdienst des Landes Baden-Württemberg, Stationen am LG Offenburg, am VG Karlsruhe und am VGH Mannheim. Abordnungen an das Bundesverfassungsgericht (bei Prof. Dr. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde) und an das Staatsministerium Baden-Württemberg. 1996/97 Lehrstuhlvertretung für Prof. Dr. Rainer Wahl an der Universität Freiburg.

2003 Wahl zum Richter am Bundesverwaltungsgericht, 2011 Ernennung zum Vorsitzenden Richter, 2012 Vizepräsident und seit 2014 Präsident des Gerichts. Vorsitzender des u.a. für das Recht der Freien Berufe und das Kammerrecht zuständigen Revisionssenats. Lehraufträge an den Universitäten Freiburg und Halle-Wittenberg. 2000 Honorarprofessur in Freiburg, 2009 Ehrenpromotion in Halle. Zahlreiche Publikationen zum Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie zum europäischen Unionsrecht.


Zur Sache teilt der Referent mit:

„Die Freien Berufe sind – entgegen dieser Bezeichnung – eigentlich besonders reglementierte Berufe. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hat bereits zu weitreichenden Liberalisierungen geführt; derzeit sehen sie sich zusätzlichen Liberalisierungsbestrebungen von Seiten der Europäischen Union ausgesetzt. Dies bietet Anlass, einerseits nach den tragfähigen Gründen für verbleibende Reglementierungen bei den Freien Berufen zu fragen, zugleich aber andererseits die Liberalisierungspolitik der Europäischen Union als solche zu prüfen. Schließlich soll überlegt werden, welche Maßnahmen sich im rechtspolitischen Raum empfehlen, mit besonderem Blick auf die Justiz.”